2013 Kirgistan

posterBereits vor ca. 18 Jahren wollte ich einmal mit meinem Motorrad nach KIRGISTAN fahren - aber - ich kam zum Schluss: das ist einfach zu weit um dieses Ziel in meinem Urlaub zu erreichen und auch wieder zurückzukommen.

Nun schreiben wir das Jahr 2013 und meine letzte Reise führte mich in dieses sehr weit entfernte - wunderschöne - Land vor der Grenze zu China.

Mit meiner Frau Helga am Sozius meiner BMW GS 1200 ADV und meinem treuen Reisebegleiter aus Rosenheim - Davor von Winterfeld - starteten wir von Innsbruck aus auf unsere große Tour.

 


Da wir möglichst schnell an die Grenze zu Kasachstan gelangen wollten und den Weg über die Ukraine und Russland schon auswendig kennen haben wir auch gar nicht besonders viel Zeit mit Fotoschießen vergeudet und sind mehr oder weniger die ca 5000km bis nach Troitsk (Grenze zu Kasachstan) durchgefahren. Kurz vor dem Eintritt nach Kasachstan wechselten wir unsere Reifen - wir waren auf das schrecklichste in Sachen Straßenbeschaffenheit gefasst zumal ich bereits zweimal in diesem Land umhergefahren bin. Nun - man könnte durchaus später auf grobstolligere Gummis wechseln, zumal die Straßen im Norden Kasachstans und vor großen Städten in einem guten bis sehr guten Zustand sind. Das ändert sich allerdings schnell wenn man aus den Metropolen herauskommt - da kommt man oft nicht aus dem Staunen heraus was da unter dem Begriff Strasse geführt wird...

 

1 KASACHSTAN
2 ASTANA
3 ASTANA II
4 ASTANAIII
AM ARALSEE
AM ISSYK KUL
AM WEG ZUM ISSYK KUL
APPLE TOWN ALMATY
ARALSEE
BADEN IM ISSYK KUL
CHINA IST NAH
GRENZE ZU KIRGISTAN

Die Hauptstadt - ASTANA - war unser erstes Ziel in Kasachstan. Wir hatten das unglaubliche Glück zum Geburtstag des Kasachischen Präsidenten in diese (seine) Stadt zu kommen. Aus der Steppe in die Großstadt - ein wahrer Kulturschock!! Eine breite super ausgebaute Autobahn leitete uns direkt ins Herz Astanas und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. 3 Tage spendierten wir in dieser Stadt um uns die kolossalen Bauwerke, die Architektur, das gröste Zelt der Welt, den "Lebensbaum" usw. zu betrachten und unzählige Fotos zu machen. Alle möglichen Völker aus dem In- und Ausland treffen sich in diesem Ballungszentrum und wir waren geradezu erstaunt wie friedlich und modern diese Menschen dort leben!!
Karaganda - eine schrecklich schmutzige Stadt weiter im Süden war user nächstez Ziel unserer Reise. Warum ?? In dieser Stadt steht eine Kirche (Mutter aller Kirchen) in der eine Glocke hängt bei deren Entstehung in Innsbruck ich beiwohnen durfte - und diese wollten wir halt einmal sehen... ;-)


Almaty - ehemalige Hauptstadt Kasachstans besuchten wir als nächstes. Nichts hat diese Stadt von ihrem ehemaligen Glanz verloren. Aber wie halt in jeder anderen Großstadt auch waren wir froh dem Verkehrsgewühl wieder zu entkommen und ins große weite Land hinauszufahren und die unglaubliche Natur zu bestaunen. Geschlafen haben wir übrigens ausschließlich in unseren Zelten, das ist in Kasachstan und Kirgistan überhaupt kein Problem - uns schont den Geldbeutel!!


In Korday überquerten wir die Grenze nach Kirgistan um in die Hauptstadt - nach Bishkek - zu gelangen. Wir wussten aus dem Internet dass es da eine OASE für Touristen gibt in der sich internationales Puplikum einfindet um von dort aus Unternehmungen zu starten. NOMADES HOME heißt dieses Haus in dem die Eigentümerin mehrsprachig ist und sehr behilflich ist wenns um Visabeschaffungen geht oder man sonst irgendwelche Hilfe benötigt.

Wir sind in Kirgistan - unglaublich!!! Wir starteten von Bishkek aus zum Issyk Kul See, ein absolutes Muss wenn man schon mal in diesem Land ist. Obwohl die Infrastruktur In diesem Land in den Kinderschuhen steckt und Touristisch nicht wirklich viel geboten wird ist es genau das richtige für alle Naturliebhaber, Abenteurer, Bergsteiger und wie überall auf der Welt - für die Radfahrer - die wir überall zu sehen bekamen. Kirgistan ist ein absolut sicheres Land in dem Gastfreundschaft ein Begriff ist der von den Einheimischen gelebt wird. Wir fahren kreuz und quer durch dieses kleine Land und sind über Landschaftsvielfalt geradezu erstaunt. Seen, bis zu 7000m hohe Berge, saftige Wiesen, wilde Flüsse, riesige Pferdeherden, Kamelherden, Schaf und Ziegenherden, Jurten überall im Land zu sehen - wir waren von Kirgistan restlos begeistert!
Im Westen des Landes fuhren wir Richtung Taraz wieder nach Kasachstan und dort nach Aralsk. Der Aralsee - eine Tragödie die ohnehin bekannt ist...wir haben zwar verrostete Schiffe inmitten der Steppe gefunden - aber KEIN Wasser!!

Befindet man sich länger als drei Tage im Land muss man sich registrieren lassen falls nicht bezahlt man offiziell 70 Euro (100Euro) Strafe. HABEN WIR DAS ERSTE MAL. Beim zweiten Eintritt waren wir klüger und fuhren nach Shimkent um uns bei der Behörde registrien zu lassen...was für ein Zirkus!!!
Der Westen Kasachstans Richtung Kaspisches Meer ist das schrecklichste was man sich aus Sicht eines Motorradfahrers vorstellen kann. Unvorstellbar schlechte Straßen mit Löchern wo man ein ganzes Bike verstecken kann, ewiglich keine Tankstellen - dort kommt man unweigerlich an seine Grenzen. Aber nicht zu glauben - selbst dort kamen uns Radfahrer entgegen...ohne Worte!!!
Wir gelangten über Russland nach Tschetschenien und waren wiederum erstaunt wie sauber und schön die Stadt Groznyy war - wir kennen dieses Land ja nur aus den Pressemeldungen bezüglich Krieg, Terror usw. Wir trafen dort unglaublich freundliche Menschen und wir mussten unsere Meinung über dieses Land grundlegend ins positive umwandeln.
Im Norden Georgiens (die Grenzen sind jetzt für jedermann passierbar) kamen wir wieder in eine Gegend die mir bereits wieder bekannt war da ich bereits drei mal in Georgien war. Georgien selbest - eine Reise wert - durchquerten wir im Eilzugstempo, über die Türkische Schwarzmeerküste fuhren wir nach Istanbul um die Tochter unseres Freundes (Laura) vom Flughafen abzuholen. Eine Nacht verbrachten wir zusammen in Edirne ehe ich mit meiner Helga wieder zurück nach Innsbruck fuhr.

HELDEN AM RAD
HOCHLAND IN KIRGISTAN
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IN DER STEPPE
IN DIE BERGE KIRGISTANS
IN KASACHSTAN
IN KIRGISTAN
IRGENDWO IN KIRGISTAN
JURTEN IN KIRGISTAN
KARAGANDA
KASACHISCHE JUNGS
NAEHE ZU CHINA
NOMADES HOME IN BISKEK
PASS IN KIRGISTAN
SCHLAFPLATZ IN DER STPPE
SHOPPEN IN KIRGISTAN
STEPPE KASACHSTAN
STRASSE NACH TSCHETSCHENIEN
TIEN SHAN GEBIRGE
TOURIS AM RAD
UEBERALL ANZUTREFFEN
VOR ASTANA
VOR DEM ISSYK KUL
VOR KARAGANDA
WELTGROESTES ZELT
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Zusammenfassend ist zu sagen:
Auf dieser Reise legten wir in 5 Wochen 17000 km zurück, keine Probleme mit unseren BMW´s GS 1200 ADV, Die Menschen die wir kennenlernen durften waren unvorstellbar freundlich, wenn man sich an die Gesetze hält lassen einen die "Kapperlträger" auch in Ruhe (ok, wir haben etwas bezahlt - Radar in Almaty...;-) ) verhungern muss man niergends - im Gegenteil, Essen war sehr gut und reichlich, Benzin gibt es inzwischen überall - man sollte allerdings eine Reichweite von ca. 400 km haben!